Die sogenannte Short Float gibt an, meist in Prozent, wie viele der verfügbaren Aktien leerverkauft sind. Wenn viele Aktien eines Unternehmens leerverkauft sind, spekulieren viele auf einen Abverkauf dieser Aktie. Dabei ist es wichtig zu verstehen wie ein Leerverkauf funktioniert.

Wie funktioniert ein Leerverkauf?

Um einen Leerverkauf einer Aktie vorzunehmen bzw. zu shorten muss man sich die Aktien bei seinem Broker ausleihen (dies ist bei ungedeckten Leerverkäufen nicht notwendig). Denn man muss Aktien verkaufen, die man eigentlich gar nicht besitzt. Also leiht man sich welche aus und verkauft diese am Markt. Gewinne erzielt man nun, wenn die Aktie sinkt und man sich die Aktie günstiger wieder zurückkauft und somit seine Position wieder glattstellt bzw. covered. Die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis ist somit der Gewinn.

Ein praktisches Beispiel

Ich verkaufe 1.000 Aktien bei $10 leer und spekuliere darauf, dass diese Aktie im Kurswert fällt. Zwei Tage später liegt der Kurswert bei $7 und ich kaufe meine 1.000 Aktien zurück. Somit habe ich einen Gewinn von $3 pro Anteil, also $3.000 gemacht.

Es kann aber auch anders laufen

Das Leerverkaufen ist eben auch mit einem besonderen Risiko verbunden. Denn ohne gutes Risikomanagement kann man mehr Verlieren, als man investiert hat. Das liegt an dem asymmetrischen Verhältnis. Die Aktie kann zwar maximal um $10 fallen, aber nach oben sind kaum Grenzen gesetzt! Somit ist es durchaus möglich das die Aktie plötzlich auf $100 steigt. Somit würde ein Verlust von $90 x 1.000 Anteile: $90.000 entstehen!
Sei dir also dem Risiko bei Leerverkaufen von Aktien bewusst und definiere vor dem Trade deinen maximalen Verlust, den du eingehen möchtest!

Welche Erfahrungen hast du bisher mit Leerverkäufen gemacht?