Ein Aktiensplit kommt immer wieder vor und es ist wichtig zu verstehen welche Gründe und Auswirkungen dieser hat.

Der Aktien-Split

Bei dieser Art von Aktiensplit wird die Anzahl der verfügbaren Anteile künstlich erhöht und der Preis pro Anteil reduziert. Wenn du zum Beispiel von der Apple Aktie 100 Anteile zum Preis von 200 Dollar verfügst und ein Split im Verhältnis von 1:2 durchgeführt wird, hast du nach dem Split 200 Anteile zum Preis von 100 Dollar.

Die Apple Aktie ist ein typisches Beispiel für einen Aktiensplit. Apple hat mittlerweile schon einige Aktiensplits durchgeführt. Dies hat einen einfachen Grund: denn die Apple Aktie würde sonst mehrere tausend Dollar kosten. Somit ist es für Privatanleger „einfacher“ mehr Anteile zu kaufen. Am Wert des Unternehmens ändert sich aufgrund der erhöhten Anzahl an Anteilen natürlich nichts. Bei dieser strategischen Verwendung eines Aktiensplits spricht man eher von einer kosmetischen Verbesserung mit einem psychologischen Effekt.

 

Der Reverse-Aktien-Split

Beim Reverse-Aktiensplit verhält es sich, wie der Name schon verrät, genau umkehrt zum normalen Aktiensplit. Hierbei wird die Anzahl der verfügbaren Anteile reduziert und der Preis erhöht sich im selben Verhältnis. Hast du also 1000 Anteile einer günstigen Aktie zum Preis von 50 Cent, so hast du nach einem 5:1 Reverse-Aktiensplit 200 Anteile zum Preis von 2,50 Dollar. Warum sollte man so etwas machen?

Um an der NASDAQ gelistet sein zu dürfen, gibt es verschiedene Bedingungen die Unternehmen einhalten müssen. Eine dieser Bedingung ist, dass das Unternehmen einen Aktienpreis von über 1,00 Dollar aufweist. Aktien, die unterhalb dieser Grenze fallen bekommen nach einer gewissen Zeit eine Verwarnung der NASDAQ und eine Auflage dies innerhalb einer bestimmten Frist zu ändern. Eine Möglichkeit den Preis künstlich zu erhöhen, wäre dann eben der Reverse-Aktiensplit.