Der Startschuss: Trading

Startet man erst einmal mit dem Traden ist die Euphorie meist sehr groß. Man mahlt sich Fantasien über das ganz große Geld aus. Verluste gibt es in diesen schönen Fantasien fast nie. Die ersten Trades gelingen, man fühlt sich wie mit einem Porsche auf der Überholspur. Doch dann kommt es zu den ersten Verlusten…die Zuversicht sinkt, die Verluste überwiegen die Gewinne, die Gewinner-Trades werden immer kleiner, weil man Angst hat seinen Profit wieder zu verlieren.

Der erste Verlust – und dann?

Nach einiger Zeit ist die anfängliche Euphorie komplett verschwunden. Man hat Ehrfurcht vor dem Markt und kaum noch Zuversicht in seine Trading-Strategie. Man möchte nun nur noch Trades eingehen, wenn man sich unglaublich sicher ist. Dies ist aus mehreren Gründen ein großer Fehler:

  1. Sicherheit gibt es beim Traden nicht! Es kann einfach alles passieren. Zwar hat man aus probabilistischer Sicht bei einem guten Trading Setup eine höhere Chance richtig zu liegen als falsch zu liegen, allerdings kommt diese probabilistische Überlegenheit erst ab einer gewissen Anzahl an Trades zum Tragen!
  2. Was ist, wenn man falsch liegt? Das Selbstvertrauen ist nun komplett zerstört. Man war sich ja so unglaublich sicher…! Im schlimmsten Fall wurde auch noch die eigentliche Positionsgröße erhöht und der Stop-Loss weit nach unten korrigiert. Man möchte sich ja nicht eingestehen, dass man falsch lag…
  3. Sicherheit impliziert, dass man weiß was passieren wird. An der Börse weiß man es aber nicht! Das einzige was man weiß ist, dass man über eine Vielzahl an Trades eine probabilistische Überlegenheit hat, wenn man sich an seine Trading Strategie hält!

Ist man sich diesen Fehlern nicht bewusst führt dies mittelfristig zu Frustration und einer Angst gewisse Trades einzugehen und zu schnellen Gewinnmitnahmen. Langfristig führt dies zu einem Totalverlust des Trading Depots!