Bedeutung

Im Deutschen steht der Begriff Secondary Offering für “Zweitplatzierung” und bedeutet, dass nach dem eigentlichen IPO eine weitere Kapitalerhöhung stattfindet.

Folgen und Auswirkungen

Beim Secondary Offering werden neue Anteile zu einem festgelegten Preis zur Verfügung gestellt. Meistens wird dieser Preis unterhalb des aktuellen Preises angesetzt. Dadurch, dass plötzlich mehr Anteile zur Verfügung stehen, kommt es für Anleger zu einer Verwässerung ihrer Position. Die Anleger besitzen dadurch weniger (relativ betrachtet) Anteile am Unternehmen. Fast immer sorgt ein Secondary Offering  für einen Kurseinbruch.

Ob ein Secondary Offering durchgeführt wird, wird oftmals vorbörslich oder nachbörslich veröffentlicht. Privatanleger haben daher kaum eine Chance zu reagieren.

Wie kann man sich davor schützen?

Hier hilft nur ein Blick in die Bilanzen. Hat das Unternehmen eine hohe Cash-Burn-Rate? Wie viel Cash Reserven hat das Unternehmen? Wie viele Monate kommt das Unternehmen mit dem zur Verfügung stehendem Kapital noch aus?

Häufig sind Secondary Offerings bei Pharmakonzernen in ihrer Anfangszeit zu beobachten. Die Durchführung der Studien ist kostenintensiv und Umsätze ohne zugelassene Produkte sind nicht vorhanden. Besonders oft ist es zu beobachten, dass nach einer positiven News des Unternehmens und einem zu verzeichnenden Kursanstieg, nachbörslich ein Secondary Offering bekannt gegeben wird.

Das Unternehmen macht sich der erhöhten Aufmerksamkeit und dem höheren Kurs zu Nutze und kann somit den Offering-Preis höher ansetzen.